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Ein erwachsener Mensch bracuht mindestens folgende Tagesdosis ( Gramm pro Tag)
Leucin 1,1 Isoleuchin 0,7 Methyonin 1,1 Threonin 0,5
Valin 0,8 Phenylalanin 1,1 Tryptophan 0,25  
Was sind „essentielle“ und „nicht essentielle“ Aminosäuren ?
Nicht alle Aminosäuren, die für den Stoffwechsel lebensnotwendig sind, kann der menschliche Körper selbst aufbauen. Die acht Aminosäuren, die vom Mensch konstant mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden müssen, bezeichnet man als „essentielel“, also lebenswichtige Aminosäuren.
Diese acht „essentielle“ Aminosäuren sind :
Isoleucin Phenylalanin
Leuchin Threonin
Lysin Tryptophan
Methionin Valin
Die zwölf „nicht essentiellen“ und vom Körper selbst produzierten Aminosäuren sind
Alanin Glutamin-Säure
Arginin Glyzin
Aspartat Histidin
Asparagin-Säure Prolin
Cystin Serin
Cystein Tyrosin
   
 
 
 
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Alanin kann im Körper aus Milchsäure (oder Brenztraubensäure) und Ammonium-Ionen gebildet werden. Es kann von Körper als Vorstufe für die Synthese von Glucose genutzt werden. Es dient zur Energiebereitstellung und der Regulierung des Blutzuckerspiegels, insbesondere wenn die Glycorgenspeicher geleert sind. Wie die verzweigten Aminosäuren wir d auch Alanin bei Kohlehydratmangel verstoffwechselt.
Aminosäuren sind Bestandteile des menschlichen Körpers, genauer gesagt verkörpern sie die einfachste Bauweise der Eiweisse (= Proteine) und stellen somit auch die kleinsten Bausteine der Proteine dar. Sie werden zur Bildung von Hirn- Botenstoffen, Muskeln, Hormonen, Enzymen und so weiter benötigt. Ernährungswissenschaftler und Ernährungsmediziner haben sich in den vergangenen Jahrzehnten leide mehr um Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, Ballaststoffe, bestimmte Fettsäuren und Pflanzenwirkstoffe als um Proteine und Aminosäuren gekümmert. Aminosäuren sind aber für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper, für die Abwehr fast aller metabolischen Syndrome (Entzündungen) und die sich daraus ergebenen äusserlich sichtbaren Allergien ( Hautausschlag oder Ekzeme) unverzichtbar. Sie sollten deshalb in optimaler Menge und ausgewogener natürlicher Zusammensetzung dem Körper zur Verfügung gestellt werden.
Aminosäuren Lysin und Prolin wiederum sind die Basis für den jetzt von japanischen Forschern entdeckte Vitamin PQQ, dass für eine gesunde Haut und für eine nachhaltige Festigung des Bindegewebes sowie für die Fortpflanzung und die Gesundheit unseres Nervensystems direkt verantwortlich ist. Lysin verbessert nebenbei auch die Aufnahme von Kalzium im Körper.
Arginin gilt zusammen mit Folsäure als Vitalkombination mit einer Schlüsselfunktion bei Erektionsstörungen. Die immunfördernde Aminosäure beeinflusst die Kraetin-, Protein- und Stickstoffmonoxyd- (NO)- Synthese und wirkt damit einem Proteinverlust (Schwund der Muskelmasse) während Krankheit und Bettläerigkeit entgegen. Ihre antioxidativen Eigenschaften schützen die Stabilität des Imunsystems.
Asparagin-Säure aktiviert den aeroben Abbau der Nährstoffe, bei dem im Vergleich zur aneroben Energiebildung ein Vielfaches an ATP gewonnen wird. Asparagin-Säure ist auch am Harnstoffzyklus beteiligt und fungiert dort als Aminogruppen-Donator.
Cystin wird für den Substanzerhalt und –aufbau des Organismus benötigt. Ebenso wie Glutamin und Glycin verfügt es über eine ausgeprägte antioxidative Wirkung gegen Freie Radikale. Zu einer immun-Ernährung gehört deswegen auch die regelmässige Aufnahme von Cystein, Glutamin und Glycin. Cystin hilft bei der Proteinsynthese und bei der Neubildung von Hautzellen.
Cystein wirkt stark antioxidativ. Zusammen mit Glycin und Glutathion bildet Cystein ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans und trägt somit zur Bekämpfung schädlicher Freier Radikale bei. Seiner antioxidativen Wirkung verdankt Cystein seine schützende Kraft gegnüber degenerativen Krankheiten, da es mit in Zellen eingelagerten Schwermetallen, besonders Kupfer, Verbindungen eingeht und damit hilft, diese auszuscheiden. Weiterhin ist Cystein zusammen mit Pantothensäure an der Synthese von Fettsäuren beteiligt, die für den Aufbau und Erhalt von Nervenzellen gebraucht werden.
Glutamin- Säure mit dem NAC-Vitalstoff (N-Acetyl-Cystein) reinigt den Körper zum Beispiel von Schermetallen und verbessert die biochemischen Verhältnisse in der Lunge und den Bronchien vor allem bei Rauchern, neutralisiert Schimmelpilzgifte und führt zu einer Verbesserung des Gedächtnisses.
Glyzin ist für die Bildung von Immunglobulinen und Antikörpern erforderlich und damit für die Aufrechterhaltung eines stabilen Immunsystems unerlässlich. Glycin ist ausserdem an der Entgiftungsarbeit der Leber beteiligt.
Histidin ist eine halbessentielle Aminosäure, deren Zufuhr bei Kindern für das Wachstum unbedingt notwendig ist. Erwachsene können kurzfristig einen Histidin-Mangel ausgleichen. Es wird gegen Rheuma und für eine gesteigerte Libido eingesetzt. Aus Histidin wird im Körper das Gewebshormon Histamin synthetisiert, welche s gefässerweiternd wirkt und die Magensaftsekretion anregt. Es ist auch an der Produktion von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen beteiligt und aktiviert die weissen Blutkörperchen (Stärkung des Immunsystems). Hieraus ergeben sich viele positive Anwendungen bei Anämie, Arthritis, Gelenkschmerzen, Gelenkversteifungen und Gelenkentzündungen.
Isoleucin unterstützt den Aufbau von Proteinen. Entsprechend sind die Wirkungen sehr ähnlich. Es gibt den Muskeln und dem Gehirn Energie, unterstützt die Abwehrkräfte und hilft, den Stoffwechsel zu regulieren.
Leucin kann ohne Umwandlung von der Leber aus direkt in die Muskeln gelangen, wo es als Energiequelle sofort nutzbar ist. Des Weiteren beeinflusst es die Aktivitäten von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin. Ausserdem unterstützt es den Aufbau von Proteinen. Es hilft gut bei allgemeiner Schwäche oder Müdigkeit und ist ein wirksames Mittel gegen körperlichen Stress.
Lysin ist besonders wichtig für die Zellteilung und das Wachstum, fördert das Knochenwachstum und regt die Zellteilung an. Es ist am Aufbau von Kollagen beteiligt und unterstützt den Fettstoffwechsel. Es wehrt Viren ab und baut Trypsin auf, das proteinspaltende Enzym der Bauchspeicheldrüse. Es hilft bei Fiberbläschen, Herpes Simplex und anderen Virusinfektionen, unterstützt die Wundheilung, reguliert hohen Blutdruck und hohe Blutwerte.
Methionin unterstützt die Wundheilung und die Behandlung von Immundefiziten, schützt die Nägel, Haut und Haare, versorgt den Körper mit Sulfur, senkt den Cholesterinspiegel, steigert die Produktion von Lecithin in Ihrer Leber und zählt zu den Substanzen, die wiederum für den körpereigenen Aufbau von Cystein und Taurin notwendig sind.
Phenylalanin enthält die biochemischen Verbindungen, die als Transmitter für die Kommunikation zwischen Ihren Körperzellen und Ihren Gehirn zuständig sind. Es stärkt Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Gedächnisfähigkeit und verhindert ständige Hungergefühle ( Fressatacken).
Rutin das auch Vitamin P genannt wird, lagert sich an der Gefässwand der Venen ab, fördert deren Elastizität, kräftigt die Blutgefässe und verhindert Stauungen. Auch wir d einem Schwergefühl in den Beinen wirksam vorgebeugt. Es ist eines der wichtigsten Bioflavonoide, das für die Kräftigung der Kapillargefässe verantwortlich ist, die Aufnahme der Vitaminen unterstützt und Kollagen im Bindegewebe schützt. Darüber hinauf blockiert Rutin organische Basen wie zum Beispiel Histamin, das allergischen Hautauschlägen führen kann.
Prolin ist ausserordentlich wichtig für eine normale Funktion und Regeneration des Herzmuskels und beugt überdies Arterienverkalkungen vor.
Serin wird von der Wissenschaft als ein wichtiger Baustein bei der Entstehung des Lebens betrachtet. Viele Forscher vermuten, dass Serin dabei eine entscheidende Rolle gespielt hat, denn das Molekül zeichnet sich gegenüber anderen Aminosäuren dadurch aus, dass es ungewöhnlich stabile Cluster aus acht Serin-Molekülen bildet, die ausschliesslich D-Serin oder L-Serin beinhalten.
Threonin kann im Körper zur nicht essentiellen Aminosäure Glycin umgewandelt werden. Es ist für ein gesundes Wachstum – insbesondere der Knochen – wichtig. Darüber hinaus unterstützt es das Immunsystem und ist für die Reifung der weissen Blutkörperchen unerlässlich. Es hilft bei Angstzuständen, Infektanfälligkeiten und spasmischen Störungen.
Taurin gelangt mit dem Verzehr von Fleisch in den Körper. Nur im gesunden Zustand kann der Organismus Taurin aus den Aminosäuren Methionin beziehungsweise Cystein aufbauen. Gelingt dies nicht, mangelt es an dem Organismus an der ausgeprägten antioxidativen Wirkung des Taurins, das Heilungsprozesse unterstützt. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Fettverbrennung, verzögert Folgekrankheiten von Diabetes wie Durchblutungs- und Nervenstörungen, beugt Grauem Star vor und fördert die Herzmuskelleistung bei Herzinsuffizienz.
Tryptophan ist eine Vorstufe der Nicotinsäure ( Vitamin B3) und hat dadurch den Charakter eines Provitamins. Niacinmangel lässt sich durch die Zufuhr von Tryptophan beheben. Weiterhin wir es zum Neurotransmitter Serotonin umgewandelt und ist dadurch stimmungshebend. Es steuert indirekt den Schlaf-Wach-Rhythmus und begünstigt die Zinkaufnahme des Körpers. Angewendet wir es auch bei Depressionen und Stimmungsschwankungen (z.B. bei Einnahme der Pille), darüber hinaus bei Schizophrenie, Schlafstörungen und Heisshungeranfällen. Auch gegen Vitamin-B3-Mangel und bei entzündlicher Arthritis wird es eingesetzt.
Tyrosin wird in der Leber von Phenylalanin umgewandelt und ist damit indirekt an der Synthese von Adranalin, Schilddrüsenhormonen und Melanin beteiligt. Es beeinflusst den Stoffwechsel von Neurotransmittern und damit Stimmungen und die geistige Funktionstüchtigkeit. Dementsprechend finden die Aminosäuren Anwendungen bei Depression, PMS ( Prämenstruelles Syndrom), nachlassendem sexuellen Verlangen, übermässigem Appetit, Multipler Sklerose, Parkinsonscher Krankheit, Schmerzen, Stress und Hyperaktivität bei Kindern.
Valin steht hauptsächlich für einen gesunden Nerven- und Muskelapparat. Es senkt das Stressempfinden, fördert die Entwicklung der Brustdrüsen und Eierstöcke bei Mädchen und spielt im Stoffwechsel der Neurotransmitter eine Rolle (damit also auch bei Stimmungsschwankungen). Angewendet wird es auch bei Bewegungsstörungen von Kindern, Degeneration der Muskelzellen und Überempfindlichkeitsreaktionen. Bei Säuglingen sind ausserdem noch Arginin und Histidin notwendig und müssen ihnen über die Nahrung zugeführt werden.
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